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Sicherheit
Allgemeine Informationen zur Sicherheit beim Wasserstrahlschneiden
- Allgemeine Information
Das Verfahren des Wasserstrahlschneidens zeigt auf faszinierende
Weise, welche physikalischen Möglichkeiten die Kombination
von Wasser in Verbindung mit einem hohen Druck entstehen
lässt. Der für das Wasserstrahlschneiden notwendige
Arbeitsdruck von bis zu 4150 bar/60000psi lässt
natürlich Fragen bezüglich Gefahren und Sicherheitsvorkehrungen
aufkommen. Werden gewisse Sicherheitsaspekte berücksichtigt,
so sind die hohen Drücke beherrschbar wie jede andere
Technik. Tatsächlich ist in der Geschichte des Wasserstrahlschneidens
kein ernsthafter Unfall bekannt geworden, der durch eine
von weltweit ca. 2'500 im Einsatz stehenden Druckübersetzerpumpen
noch durch die installierten Verrohrungen hervorgerufen
worden wäre.
- Sicherheit
ALLFI Fittinge und HD-Rohre werden unter Einhaltung von
strengen Qualitätsstandards hergestellt und die jeweilige
Dimensionierung ist unter Berücksichtigung von grossen
Sicherheitsreserven gewählt worden. Der Berstdruck
liegt über dem doppelten des notwendigen Arbeitsdruckes.
Qualitätskontrollen umfassen Zugversuche, Besichtigung
und Massprüfung, Wirbelstromprüfung und Materialverwechslungsprüfung.
Die Fittinge von ALLFI werden im Sinne der ISO 9001 von
der Schmelze bis zur Werksprüfung mit Werks-Attesten
verfolgt. Die Lebensdauer der Fittinge und Verrohrungen
hängen in einem hohen Masse von der Anzahl und Intensität
von Pulsationen ab. Mittels Autofrettage kann die Belastung
für Lebensdauer um 80% 150% gesteigert werden. Lecks
an Verrohrungen oder Fittigen werden hervorgerufen durch
Haarrisse infolge Materialermüdung. Äusserlich
sichtbar wird dies durch austretenden Wasserstaub. Der damit
verbundene Druckabfall im System bewirkt bei den meisten
Wasserstrahlschneid-Anlagen ein augenblickliches Abstellen
der HD-Pumpe. Die geringe Kompressibilität des Wassers
von nur 12% bewirkt, dass nur eine kleine gestaute Energie
vorhanden ist, die jedoch schnell entlastet wird.
- Spezielle Betriebsbedingungen und Sicherheitsmassnahmen
Temperaturen
Eine stabile Umgebungstemperatur erhöht die Lebensdauer
der Fittinge. Tiefe und hohe Temperaturen sind infolge Sprödbruchgefahr
oder niedrigerer Festigkeit zu vermeiden.
Biegeradien Hochdruckrohre
Hochdruckrohre dürfen zum Biegen niemals erhitzt werden,
da dadurch deren Festigkeit reduziert würde. Betreffend
zugelassenen Biegeradien finden Sie auf Seite 11-02 entsprechende
Hinweise.
Vibrationen
Hochdruckrohre sind in geringen Abständen, die nicht
grösser als 0,5 m sein sollen, zu befestigen.
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